Aktuell im März 2010:

zum Tag der Zivilcourage in Schulen am 15.03.2010

Schüler der 4.Klassen haben das Buch "Sonst bist du dran" von Renate Welsh gelesen und damit gearbeitet:

Warum ausgerechnet Arnold?
Kann man alles verzeihen?
Ich als _______ denke, fühle, möchte ...
Was macht mich stark gegen Gewalt?

Am Mittwoch, den 17.03.10 besucht uns Herr Netter von der POLIZEI zu diesem Thema.
 

 Prävention

Prävention ist Teil des Erziehungsauftrages der Schule, muss als Unterrichtsprinzip verstanden werden und ist somit Aufgabe aller Lehrer/innen.

 

Für Schülerinnen und Schüler stehen die Stärkung ihres Selbstwertgefühls sowie ihrer sozialen Kompetenz, die Förderung ihrer Körperwahrnehmung und einer positiven Einstellung zur Gesundheit und nicht zuletzt die Schulung eines kritischen Umgangs mit Genussmitteln und Alltagsdrogen im Fokus der Betrachtung.

 

Die Stabilisierung der Gesamtpersönlichkeit der Schüler/innen bildet folglich den Mittelpunkt dieser ganzheitlichen Prävention.

 

Dieser Ansatz zielt auf eine Intensivierung von Schulleben.

Wer über kommunikative und soziale Kompetenz verfügt, d. h. die Fähigkeit und die Bereitschaft, dem anderen zuzuhören, ihn zu verstehen,  aber auch die Fähigkeit und Bereitschaft zum Widerspruch, zur Kritik, zur Selbstbehauptung und zum Austragen von Konflikten, ist weniger gefährdet.

Der Schule kommt hier eine bestimmende Sozialisationsfunktion zu. Sie soll „die Kinder stark machen“!

 

Jedes Projekt, jeder human gestaltete Klassenraum, jede sinnbesetzte Aktivität, welche Eigenverantwortlichkeit stärkt, wirkt in ihrem Kern präventiv. Einmalige Aktionen sollen und können zwar Anstöße geben, aber nur eine langfristige, kontinuierliche Erziehung kann positive Einstellungen und Verhaltensweisen fördern.

 

1. Kooperation mit dem Kindergarten

1.1. Vorlesestunden:

Die Kinder der ersten Klassen lesen einmal im Quartal in kleinen Gruppen den Kindergartenkindern vor. Regelmäßige Einladungen zu Aufführungen der Grundschüler.

1.2. Hospitationen und andere Kontakte:

Im letzten halben Jahr vor der Einschulung hospitieren die Vorschulkinder im Unterricht der ersten Klassen.  

1.3. Gemeinsame Dienstbesprechungen:

Mindestens einmal pro Schuljahr führen die Mitarbeiter/innen von Kindergarten und Schule eine gemeinsame Dienstbesprechung durch, im Wechsel im Kindergarten und in der Schule.

2. Soziales Engagement

2.1. Patenschaft der Viertklässler für die Erstklässler:

Am Tag der Einschulung versprechen die Viertklässler den Schulneulingen, dass sie sich um sie kümmern, ihnen alles zeigen und ihnen helfen werden, sich im Schulalltag zurecht zu finden. In den Pausen und bei Veranstaltungen nehmen die „Großen“ die „Kleinen“ an die Hand. Jeder Viertklässler bekommt ein Patenkind in den neuen ersten Klassen.

2.2. KlassensprecherIn den Klassen 2 bis 4 gibt es gewählte Klassensprecher/innen, die für ihre Klasse sprechen, sich um Belange kümmern, sich einsetzen, den Kontakt zu Lehrern und Schulleitung halten, wenn es Probleme gibt.

2.3. „Wir halten den Schulhof sauber“

Jede Woche hat eine andere Klasse Schulhofdienst. Die Kinder dieser Klasse gehen in kleinen Gruppen in den Pausen über das Schulgelände und sammeln mit Greifwerkzeugen und Eimern Müll aller Art ein und entsorgen diesen. Alle Kinder der jeweiligen Klasse helfen tageweise mit.
Am Freitag wird das nötige Handwerkzeug an die nächste Klasse (lt. Plan) weitergegeben.

2.4. Einsatz für Andere:

Immer wieder engagiert sich die ganze Schulgemeinde für soziale Projekte vor Ort und in der Welt: Kontakt zu einer Schule in Guatemala, Hilfsaktion „Weihnachten im Schuhkarton“, Mittagstisch des CVJM in Northeim für bedürftige Kinder 

3. Gesundheit als aktive Eigenleistung

3.1. Förderung der Leistungsmotivation und der Anstrengungsbereitschaft

Die Verbesserung und Erhaltung der körperlichen Fitness und Leistungsfähigkeit und damit der Leistungsbereitschaft allgemein ist von Anfang an aktive Aufgabe eines jeden Kindes. Dies wird vermittelt durch zahlreiche bewegungspädagogische und sportliche Angebote, z. B. wöchentliches Lauftraining, Teilnahme am Northeimer Stadtlauf, Bundesjugendspiele, Schwimmunterricht, Winterolympiade, Sportabzeichenwettbewerb, Bewegungspausen (jeweils Kl. 1 – 4), Vergleichswettkämpfe mit anderen Grundschulen (Kl. 3 u. 4), sportliche Angebote im Rahmen der Begabtenförderung (z. B. Fußball, Laufen)

 

3.2. Gesunde Ernährung:

Täglich vor der großen Pause frühstücken alle Kinder gemeinsam in ihren Klassen. Eltern und Lehrkräfte achten darauf, dass die Kinder ein ausgewogenes Frühstück zu sich nehmen. Auch mit einer ausreichenden Trinkmenge (vorzugsweise Wasser)sollen die Kinder sich versorgen.

3.3. Alltagsverhalten:

Die Kinder lernen, zunehmend selbst Verantwortung für ihre Gesundheit und ihrWohlbefinden zu übernehmen, und zwar in physischer wie in psycho-sozialer Hinsicht. Ganz wichtig ist hier ein positives Selbstkonzept, das bestimmt wird durch die Überzeugung, dass das eigene Tun und Leben sinnvoll ist, durch Ausprägungdes Selbstwertgefühls und durch soziale Integration und Anerkennung.

 

4. Streitschlichterausbildung (Mediation)

Seit dem Schuljahr 2007/08 wird an unserer Schule im 3. Schuljahr eine Streitschlichterausbildung durchgeführt, heute genannt „Pausenengel“.

 In zehn bis fünfzehn Einheiten werden die Grundlagen einer Streitschlichtung vermittelt und trainiert, eine neue Kommunikationskultur wird eingeübt. Am Ende findet eine praktische Prüfung statt, die die Teilnehmer bestehen müssen. Ende des 3. Schuljahres und im 4. Schuljahr sind die Kinder dann in den Pausen auf dem Schulhof als Streitschlichter präsent, zu erkennen am gelben Streitschlichterhemd und Button mit Namen.

Die Streitschlichtung (Mediation) ist ein alternatives außergerichtliches, prozesshaftes und strukturiertes Verfahren zur eigenverantwortlichen Regelung von Konflikten zwischen mindestens zwei Personen mit Hilfe eines dritten, des Mediators. Streitschlichtung unter Gleichaltrigen hat den Vorteil, dass Gleichaltrige die gleiche Sprache sprechen und meist schnell akzeptiert sind. Es werden die sozialen Kompetenzen von Schülern und Schülerinnen sowie deren Selbstwirksamkeit entwickelt, was zur Steigerung des Selbstwertgefühls beiträgt. Mediation bietet die Möglichkeit des partizipatorischen Umgangs mit Konflikten an Schulen.

 

PAUSENENGEL oder STREITSCHLICHTER
aus den 4. Klassen
sind für euch da, helfen euch, vermitteln, wenn ihr Streit habt, bemühen sich darum,
dass sich alle Schüler und Lehrer in der Pause wohlfühlen können!
Ihr erkennt sie am gelben Netz T-Shirt.


Das Besondere an den Pausenengeln ist:
  • Sie arbeiten im Verborgenen.
  • Pausenengel sind keine Polizisten oder Sheriffs, die ihre Mitschüler bestrafen.
  • Pausenengel beobachten genau.
  • Sie bieten freundlich ihre Hilfe an.
  • Pausenengel drängen sich nicht auf.
  • Aber sie helfen da, wo Hilfe notwendig ist.
  • Pausenengel begegnen ihren Mitschülern und den Lehrern freundlich.
  • Pausenengel achten auf einen freundlichen Umgangston.
  • Pausenengel achten darauf, dass sie ihrem Gegenüber bei einem Gespräch in die Augen schauen (Blickkontakt).
  • Pausenengel gehen mit gutem Beispiel voran.

5. Sexualerziehung

In jedem 4. Schuljahr wird alljährlich eine Unterrichtseinheit zur menschlichen Sexualität durchgeführt. Die Lehrkräfte planen und organisieren in enger Abstimmung mit den Erziehungsberechtigten und unter Berücksichtigung der jeweiligen Klassensituation die Unterrichtsinhalte.Teil dieser umfassenden Sexualerziehung ist auch der Schutz vor sexuellem Missbrauch.

6. Klassenkonferenzen

In den Klassen werden regelmäßige Gesprächskreise durchgeführt, wobei über gelungenes und Fehlverhalten gesprochen wird. Jeder soll sich in der Klasse wohl fühlen, gibt es Gesprächsbedarf? Bei Bedarf wird mit einem Sozialzielekatalog gearbeitet. d. h. es wird für eine Woche ein bestimmtes Sozialziel festgelegt und gezielt dazu geübt. Das Ziel ist permanent präsent, veranschaulicht durch ein Schild in der Klasse; die Lehrkraft kann also stets auf das Ziel verweisen. Am Ende der Woche wird reflektiert, wie die Umsetzung gelungen ist. Daneben sind weitere Arbeitsmodelle zur Entwicklung der sozialen Kompetenz in verschiedenen Klassen bezogen auf die jeweilige Klassensituation immer wieder in der Erprobung.

7. „Benimm ist in“

Projektwoche in der 1. Juniwoche 2009

An drei Tagen gab es klassenübergreifende Angebote mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten.

8. Verkehrsprojekttage, Fahrradprüfung

In den vierten Klassen findet ein umfassendes Programm zur Verkehrssicherheit statt. Während in allen Schuljahren immer wieder Unt3errichtseinheiten zum Thema „Verkehr“ angeboten werden, wird im 4.Schuljahr auf dem Radfahrparcours des ADAC fleißig trainiert. Anschließend  absolvieren dann die Viertklässler noch ihre Radfahrprüfung im Realverkehr rund um die Schule.