8. Unterricht    

Soziales Lernen

„Die Grenzen des einzelnen enden dort,

wo die Freiheit des anderen verletzt wird.“
   Maria Montessori

Das soziale Lernen beinhaltet eine Vielzahl zwischenmenschlicher Beziehungen. Jedes Individuum erwirbt im Laufe seines Lebens durch die Begegnungen mit anderen eine individuell ausgeprägte soziale Kompetenz. Das soziale Lernen ist ein fortwährender Prozess.
Die Schule ist für Kinder neben Familie und Freizeit ein Umfeld für die Begegnung und das Miteinander mit anderen. Unser Schulprogramm beleuchtet nachfolgend schwerpunktmäßig das schulische Umfeld. Doch auch alle Interaktionen, die sich in Familie und Freizeit abspielen, prägen das Kind. Eine detaillierte Aufzählung dieser Interaktionen würde den Rahmen sprengen. Es soll jedoch betont werden, dass außerschulische Bereiche bzgl. des sozialen Lernens  gleichwertig neben dem schulischen Umfeld anzusiedeln sind. Auf diesem Hintergrund verfolgt unsere Schule eine möglichst enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit
- den Eltern ( u.a. Informationsaustausch bereits vor der Einschulung, Gespräche mit den 
  Erziehungsberechtigten, Elternabende und Elternsprechtage, gemeinsame Aktionen mit Eltern
  und Schülern)
- den vorschulischen Einrichtungen (u.a. Schnupperunterricht für die Schulanfänger vor der
  Einschulung, Informationsaustausch mit den Mitarbeitern des jeweiligen Kindergartens und
  Entwicklung gemeinsamer Konzepte zu Themen wie Gewaltprävention, Schulreife, Sprach- und
  Sprechkompetenz)
In der Schule vollzieht sich der Prozess des sozialen Lernens am gesamten Schulvormittag, d.h. in den Unterrichtszeiten und in den Pausen. Auch außerhalb der Schulzeiten erleben die Schüler ein Miteinander, u.a. bei folgenden Aktionen:
Klassenfahrten, Wandertage, Bastelnachmittage,
Schulfeste, Laternenunzüge, Klassenfeste u.v.m.
Unter Einbeziehung der vorangegangenen Aspekte setzt sich unsere Schule in Hinblick auf das soziale Lernen grundsätzlich dafür ein, dass jedes Kind seine soziale Kompetenz in einer entspannten Atmosphäre entwickeln bzw. erweitern kann. Schule als Ort friedvoller Begegnung wäre zwar ein Idealbild, entspricht jedoch nicht der Realität. Auch zwischenmenschliche Konflikte gehören zum Schulalltag. Primär stören sie die angestrebte  entspannte Atmosphäre, doch gleichzeitig beinhalten sie die Chance einer Konfliktbewältigung bzw. -lösung. Die Schule im Kirchtal vertritt ein Konzept, das alle an unserer Schule Beteiligten mit viel Engagement verfolgen, um u.a. folgende Ziele anzubahnen und zu festigen:
Rücksicht auf andere, Toleranz und Verständnis füreinander,
gegenseitige Hilfe, gewaltfreie Konfliktlösung,
Einhaltung von Regeln und Vereinbarungen,
Fairness, Bewusstsein und Übernahme von Verantwortung

 

Klassenunterricht nach dem Klassenlehrerprinzip
An unserer Schule erfolgt der Unterricht nach dem Klassenlehrerprinzip. Eine Klasse wird in einem Großteil der Fächer von derselben Lehrkraft unterrichtet. Somit hat die Schülerin/ der Schüler in der Regel eine feste Bezugsperson über den Zeitraum von zwei Schuljahren. Außerdem lernt die Lehrkraft die Schüler besser kennen und kann damit besser auf die ihre Schwierigkeiten eingehen. Fächerübergreifende Arbeitsweisen und projektorientierter Unterricht lassen sich verhältnismäßig einfach verwirklichen und die Klassengemeinschaft wird gestärkt.
Jeder Unterricht ist auch erziehender Unterricht, mit dem bei Kindern überdauernde Einstellungen aufgebaut werden können (z.B. soziales Verhalten, Respekt vor der Natur, Verantwortungsbewusstsein).

Handlungsorientiertes Lernen
Wir legen großen Wert darauf, dass der Unterricht soweit wie möglich durch handelndes Tun (Handlungsorientierung) geprägt ist. Spielen, Beobachten, Entdecken und Ausprobieren sind wesentliche Elemente eines Unterrichts, der fachbezogene Motivation entwickelt und ein Verständnis für konkrete und allgemeine Zusammenhänge ermöglicht. Der Unterricht soll folglich außerschulische Lernorte grundsätzlich mit einbeziehen, wann und wo es immer möglich ist.

Hinführung zu selbstständigem Lernen
Neuere Forschungsergebnisse attestieren Kindern von heute größeren Individualismus, der zu wachsender Heterogenität in den Klassen führt, zu gewachsenem Selbstvertrauen und u.a. zu einer Reihe "neuer" Kompetenzen und Kenntnisse.
Selbstständiges Lernen ist eine sinnvolle Möglichkeit, den veränderten Kindern besser gerecht zu werden. Folgende Schlüsselqualifikationen sollen die Kinder durch Anwendung dieser Lernmethodik erwerden.
- selbstständig Probleme lösen
- kompetente Fragen stellen
- den Mut, Fehler zu machen
- mit anderen erfolgreich kooperieren
- mit anderen erfolgreich kommunizieren

Formen des selbstständigen Lernens sind erfolgversprechende Wege dahin, dass Schüler mehr lernen, besser lernen, mehr behalten, mehr wissen und können und Gelerntes besser anwenden können. Die wichtigsten Merkmale selbstständigen Lernens sind:

SchülerInnen arbeiten weitgehend selbstständig, d.h. ohne die direkte  Instruktion der Lehrkraft. 

Sie können aus mehreren Lernangeboten auswählen.
- Sie arbeiten gleichzeitig an unterschiedlichen Aufgaben.
- Die Lernaufgaben sind interessen- und leistungsdifferenziert.
- Die Aufgaben werden allein, zu zweit oder in kleinen Gruppen bearbeitet.
- Die Ergebnisse werden unter Zuhilfenahme von Kontrollblättern selbst korrigiert.
- Ergebnisse werden präsentiert, kommentiert und verbessert.

       
Offener Unterricht, Projektunterricht, Werkstattunterricht, Stationenlernen und die Arbeit mit Wochenplänen sind gängige Methoden, die an unserer Schulen  immer wieder praktiziert werden.


 

Deutsch
Der Deutschunterricht an der Schule im Kirchtal bildet wie die als gleichwertig anzusehenden Fächer Mathematik und Sachunterricht ein grundlegend wichtiges Kernstück der gesamten Unterrichtsarbeit in den Schuljahrgängen 1 bis 4.

Die Rahmenrichtlinien, die Bildungsstandards nach den Beschlüssen der KMK, das Kerncurriculum DEUTSCH, sowie die Zielabsprachen unserer Schule mit den benachbarten GSchulen und auch den weiterführenden Schulen geben die organisatorischen Grundlagen und Bedingungen für die Planung und Durchführung des Deutschunterrichts. Nahezu alle Lehrkräfte unserer Schule unterrichten z.Zt. in Klassenlehrerfunktion das Fach Deutsch. Dabei wird die Arbeit mit den Schülern nach individuell unterschiedlichen methodischen Möglichkeiten gestaltet, damit das gesamte Lernfeld Umgang mit Texten in seiner Vielfältigkeit vermittelt werden kann.

Vorrangiges Ziel ist es für uns, im Deutschunterricht immer wieder Lesefreude und Leseinteresse zu wecken; durch Leseprojekte, wie den FLOH-Lesefitnesstest der Zeitschrift FLOHkiste und dem Leseprojekt ANTOLIN im internet wird dieser Bereich erweitert. Auch beim Umgang mit Gebrauchs- und Sachtexten wird immer wieder fächerübergreifend gearbeitet. Eine enge Verbindung zur Kreisbildstelle in Northeim besteht ebenso; viele SchülerInnen sind dort angemeldet und immer wieder  werden Bücherkisten oder Klassensätze von Lektüren für einzelne Klassen ausgeliehen. Jede Woche haben unsere SchülerInnen auch die Möglichkeit, in immer wieder neu, oft nach ihren Wünschen, bestückten Klassenbüchereien Bücher auszuleihen.

Zu den weiteren Schwerpunkten unserer Unterrichtsarbeit  in diesem Bereich des Faches Deutsch gehören:
- Bild- und Buchbetrachtungen bereits im 1.Schuljahr
- Gesprächs- und Erzählanlässe schaffen
- Einübung und Nutzung von Klassenbüchereien
- Verfassen eigener kleiner Erzähltexte; systematisch ab 2. Schuljahr
- beschreibend, argumentativ, erzählend Textentwürfe weiter schreiben
- individuelle Förderung des Leseverständnisses (z.B. durch "Lesemütter")
- Vorbereitung und Durchführung von Besuchen in der Stadtbücherei

- erlebnisorientiertes Verfassen von Texten im 3./4.Schuljahr (Klassenfahrten, zu besonderen
  Ereignissen in der Schule), auch für die Seiten der homepage

- systematischer Aufbau der Aufsatzerziehung über Bildergeschichten, Nacherzählungen,  
  Vorgangsbeschreibugen, Phantasiegeschichten, Fortsetzungsgeschichten, Briefe und
   natürlich  dem Freien Schreiben (Geschichtenheft)

- Erstellen von Info-Tafeln, Steckbriefen und Klassenzeitungen
- Ausarbeitung und Halten von Referaten (fächerübergreifend)

Sprachsonderunterricht
An einem Tag in der Woche gibt es bei uns an der Schule die Möglichkeit, SchülerInnen mit einem Sprachsonderunterricht zu fördern.
In  etwa 20minütigen Phasen werden SchülerInnen vorwiegend in den Bereichen Lautwahrnehmung, Lautunterscheidung und Aussprachefähigkeit unterstützt. Diese Fähigkeiten sind Grundlage für ein erfolgreiches Lesen- und Schreibenlernen. Der Schwerpunkt liegt deshalb in der Arbeit mit den Erstklässlern.
Die Gruppen leitet eine Förderschullehrerin mit abgeschlossenem  Studium in Sprachbehinder-
tenpädagogik. 

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Mathematik

 

Didaktisch-methodische Prinzipien
Der Unterricht im Fach Mathematik orientiert sich an dem neuen Kerncurriculum für die Schuljahrgänge 1-4  aus dem Jahr 2006 sowie den Bildungsstandards, gültig ab dem Schuljahresbeginn 2005/06 Die Fachkonferenz Mathematik erarbeitete besondere Schwerpunkte, die seitdem kontinuierlich evaluiert und fortgeschrieben werden. Im Vordergrund stehen dabei das aktiv-entdeckende und das soziale Lernen. Dabei wird davon ausgegangen, dass jedes Kind seine eigenen Fähigkeiten besitzt und daher nur durch Eigenaktivität auf seinen persönlichen Lernwegen zu Erfolgen gelangen kann. Insofern wird für alle Lernbereiche im Fach Mathematik (Arithmetik, Geometrie und Größen) angestrebt, dass Kinder lernen, ihre verschiedenen Lernwege selbst zu bestimmen. Der Weg zum Ziel soll hierbei eine entscheidende Rolle spielen.
Bildungsbeitrag des Faches Mathematik
Der Mathematikunterricht in der Grundschule soll durch folgende Aspekte zur Bildung der Schülerinnen und Schüler beitragen:
Befähigung zur praktischen Lebensbewältigung
Mathematik verbirgt sich in vielen Phänomenen der uns umgebenden Welt. Schülerinnen und Schüler sollen zum mathematischen Gehalt alltäglicher Situationen sensibilisiert und zum Problemlösen mit Hilfe von mathematischen Mitteln angeleitet werden. Im Mathematikunterricht sollen die Schüler grundlegende arithmetische und geometrische Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben, die die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Auch sollen sie die Fähigkeit entwickeln, mathematische Fragestellungen im Alltag zu erkennen.
Befähigung zur Wahrnehmung der Mathematik als Kulturgut
Die Mathematik bzw. die mathematische Erkenntnisgewinnung ist eine kulturelle Errungenschaft, die historisch gewachsen ist. Durch die Inhaltsbereiche „Zahlen und Operationen“, „Raum und Form“, „Muster und Strukturen“, „Messen und Größen“ und „Daten und Zufall“ sollen Berührungspunkte zwischen der Mathematik und der übrigen Kultur benannt werden.
Befähigung zum strukturellen Denken und zum kritischen Vernunftgebrauch
Mathematik fördert grundlegende intellektuelle Fähigkeiten, die über das Fach hinaus von Bedeutung sind, wie Ordnen, verallgemeinern, Beispiele angeben, Entsprechungen aufdecken und Gedanken auf Ähnliches übertragen.
Mathematisches Handeln basiert auf dem Erkunden von Zusammenhängen, auf dem Entwickeln und Untersuchen von Strukturen sowie auf dem Streben nach Abstraktion und Verallgemeinerung.
Schüler sollen sich mit Hilfe der Mathematik einen Wahrnehmungs- und Urteilshorizont erschließen, der über die Alltagsvorstellungen hinausgeht und die Kritikfähigkeit fördert.
Befähigung zum sozialen Handeln
Die Schülerinnen und Schüler sollen im Mathematikunterricht zunehmend erfahren, dass sie etwas können und ihre mathematische Aktivität bedeutungsvoll ist. Sie sollen Selbstvertrauen in die eigenen mathematischen Kompetenzen sowie Interesse und Neugier an mathematischen Phänomen entwickeln. Damit sollen Freude am Lernen und eine positive Einstellung zur Mathematik gefördert werden
.

Fördern und Fordern
Jeder Schüler sollte seinem Leistungsstand entsprechend gefördert und gefordert werden. Die Grundschule im Kirchtal versucht dies, durch innere Differenzierung in allen Fächern immer wieder zu erreichen.
Ansonsten gibt es an unserer Schule ein spezielles Förderkonzept.
In den Fächern Deutsch und Mathematik haben wir durch zusätzliche Stunden oft die Möglichkeit, durch Einsatz einer zusätzlichen Lehrkraft Förder- bzw. Forderkinder zusammen zu fassen und sehr gezielt zu unterrichten, zumindest in einer Stunde pro Woche.


Sachunterricht mit Radfahrprüfung
Das Fach Sachunterricht unterstützt die Schülerinnen und Schüler darin, sich Sachkenntnisse über die natürliche, technische, politisch, sozial und kulturell gestaltete Welt anzueignen und befähigt sie, sich ihre Lebenswelt zunehmend selbstständig zu erschließen, sich in ihr zu orientieren und sie mit zu gestalten.

Durch die Begegnung mit fachlichen Fragestellungen, Perspektiven, Begriffen und Verfahren werden Grundlagen für zukünftiges Lernen in den Sachfächern gelegt. Für den handelnden Wissenserwerb sind Medien daher selbstverständlicher Bestandteil des Unterrichts.Das fachbezogene Lernen wird ergänzt und bereichert durch fächerverbindendes und fachübergreifendes Lernen. Ausgehend von konkreten fachlichen Themen sollen übergreifende Bezüge zu einem Fach oder mehreren Fächern hergestellt werden, um das Bewusstsein der SchülerInnen für Zusammenhänge zu wecken und über Vernetzung von Inhaltsbereichen dei Nachhaltigkeit des Kompetenzerwerbs zu fördern.
Das Fach Sachunterricht hat zwei wesentliche Bezugsrahmen: Zum einen die Lebenswelt der Kinder und zum anderen die disziplinäre Ordnung des Wissens verschiedener Bezugsfächer einschließlich ihrer Verfahren der Wissensgenerierung und Erkenntnisgewinnung.

Die Gestaltung der Lernprozesse berücksichtigt:
Lernen durch Erfahrung, Handeln, Begriffsaufbau, Gespräch, Entwicklung einer Fragekultur, Medien und direkte Begegnung mit Phänomenen, Sachverhalten, sowie Personen.
Die Inhalte des Sachunterrichts werden unter fünf fachlich orientierten Perspektiven aufgeführt; diese sind vernetzt zu betrachten:
Zeit und Geschichte: Entwicklung von Zeit- und Geschichtsbewusstsein, Persönlichkeitsentwicklung, zyklische Zeit, lineare Zeit
Gesellschaft und Politik: Regeln und Formen des Zusammenlebens, Institutionen, Ämter und deren Funktionen, Bedürfnisse und Wünsche
Raum: als geschaffen, veränder-, gestalt- und nutzbar zu verstehen; symbolische Darstellungsformen zu lesen; Zusammenhänge zwischen naturgegebenen Faktoren eines Raumes und menschlichen Nutzungsformen
Natur: eigener Körper, Gesunderhaltung; Artenkenntnisse ausgewählter Tiere und Pflanzen; zyklische Abläufe in der Natur
Technik: technische Funktions- und Handlungszusammenhänge

Sport, Schwimmen in Klasse 3 und 4

 

Die Freude bringt alles in Bewegung, was im Menschen ist.

(Goethe)

Neben den regulären Unterrichtsstunden des Faches Sport bietet die Schule im Kirchtal noch folgendes an:
- Schwimmunterricht in den Klassen 3 und 4 (vierzehntägig) und Erwerb der    
  Jugendschwimmabzeichen Bronze, Silber und Gold
- Bundesjugendspiele Leichtathletik und eine selbst gestaltete Winterolympiade im jährlichen 
  Wechsel
- zwischen Sommerferien-Herbstferien und Osterferien-Sommerferien einen wöchentlichen
  Trainingsdauerlauf durch das Dorf
- Teilnahme am jährlichen Turnier "Ball über die Schnur"
- Teilnahme an Fußballturnieren
- Teilnahme am Northeimer Stadtlauf
- Arbeitsgemeinschaft Sport
-Arbeitsgemeinschaft Federball, Yoga, Tennis
-tägliche kurze Bewegungsphasen im Unterricht


Englisch in Klasse 3 und 4
Der schulische Englischunterricht zielt auf den Erwerb kommunikativer, interkultureller und methodischer Kompetenzen. In der Grundschule beziehen sich diese Kompetenzen (u.a.) auf
- den Erwerb, die Erprobung und Festigung sprachlicher Mittel
- die Freude am Erlernen einer anderen Sprache
- das Interesse an bzw. eine offene Haltung gegenüber anderen Sprach- und
  Kulturgemeinschaften
- die Erweiterung individueller Wahrnehmungsfähigkeiten
- den Erwerb von Strategien des Sprachenlernens
Das Fremdsprachenlernen verläuft nicht linear und ist geprägt durch die persönliche Sprachbiographie eines jeden Schülers. Dieser knappe Abriss soll verdeutlichen, dass der Fremdsprachenunterricht als komplexer Prozess anzusehen ist. Anknüpfend an diese Grundsätze gestalten wir unseren Englischunterricht.
Für die Klassen 3 und 4 sind wöchentlich 2 Unterrichtsstunden vorgesehen. Den Englischunterricht erteilt eine Fachlehrkraft (2x1Std. Englisch/Woche) oder die Klassenlehrkraft mit einer entsprechenden Lehrbefähigung. Letztere kann den Unterricht flexibler gestalten gestalten (z.B. in mehrmaligen 20-30min Sequenzen) und gleichzeitig Verknüpfungs- möglichkeiten mit anderen Fächern einplanen und nutzen.Die Unterrichtsinhalte beziehen sich grundsätzlich auf die Lebensumwelt der Schüler. Begleitendes Lehrwerk ist an unserer Schule seit dem Schuljahr 2010/2011 "Tiger Tom" vom Klett-Verlag, ergänzt durch vielfältige Arbeitsmittel und bedarfsweise Unterrichtsmaterial anderer Lehrwerke.
In ausgewählten, altersangemessenen Unterrichtssituationen wird durch Hören, Nachsprechen, Dialoge, Rollenspiele, Reime, Lieder, Malen und Basteln direkte u.nd/oder bildliche Begegnung das Hörverstehen angebahnt, weiterentwickelt und vertieft.
Ausgedehnte Phasen des verstehenden Hörens nehmen dabei die Schlüsselrolle des Fremdsprachenlernens ein. Neben dem Hörverstehen ist die Bereitschaft und Fähigkeit des Sprechens besonders wichtig.
Die Bereiche Lesen und Schreiben spielen im Vergleich zum Hörverstehen und Sprechen eine eher untergeoerdnete Rolle. Dies bedeutet nicht, dass auf das Lesen und Schreiben in englischer Sprache verzichtet wird. In unserem Englischunterricht werden beide Bereiche als unterstützendes und ergänzendes Element und als Möglichkeit der Differenzierung im Unterricht gesehen.
Das Lesen beschränkt sich dabei auf gut geübte Wörter, Sätze und Redewendungen, das Schreiben auf Abschriften nach Vorlage. Das geschriebene Wort ist insbesondere für Schüler wichtig, die den visuellen Zugang als Unterstützung in ihrem Lernprozess benötigen. Auch im Hinblick auf die weiterführenden Schulen sollen Fähigkeiten und Fertigkeiten in den Bereichen Lesen und Schreiben angebahnt werden. Regelmäßig finden Nachbarschaftskonferenzen mit Vertretern anderer Grundschulen und weiterführender Schulen statt, um anzustrebende Kompetenzen  aufeinander abzustimmen.
Die Leistungen der Schüler werden erst ab Klasse 4 benotet. Dabei sind die individuellen Lernfortschritte (insbesondere in den Bereichen Hörverstehen und Sprechen) un die Mitarbeit im Unterricht besonders bedeutsam.

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Religion  - Schule und Kirche -
In direkter Nachbarschaft zu unserer Schule steht die Kirche des Ortes. Diese unmittelbare Nähe hat uns vor einigen Jahren dazu animiert, einen engen Kontakt mit dem örtlichen Pastor herzustellen. Der Kirchenvorstand gab uns sogar einen Kirchenschlüssel, so dass wir die Möglichkeit bekamen, diesen besonderen Raum jederzeit zu nutzen.
Zur Zeit begleitet uns Frau Pastorin Luitgardis Parasie in den Gottesdiensten.
Es gibt mehrere feststehende kirchliche Veranstaltungen im Schuljahr:
Der Einschulungsgottesdienst wurde in den letzten Jahren von der Pastorin und einem Elternteam der einzuschulenden Kinder vorbereitet und gehalten. Die Lehrer nehmen daran teil und gehen dann den kurzen Weg zur Schule mit ihren neuen ABC-Schützen.
Nach der Grundschulzeit verabschieden alle Schüler der Schule feierlich die 4.Klassen in einem Abschiedsgottesdienst. Dieser wird von den Lehrern der Schule vorbereitet und steht immer unter einem besonderen Motto. Ein feststehendes Konzept hat sich über viele Jahre bewährt: Einzug der 4.Klassen nach Orgelmusik – Begrüßung – Anspiel einer Geschichte zum Thema durch eine Klasse – „Ansprache“ durch die Pastorin – VERABSCHIEDUNG mit Übergabe eines Geschenkes durch die 3.Klassen und Segenswunsch - Gebete –
Auszug. Verbunden wird alles immer wieder durch gemeinsame Lieder, die alle Schüler mitsingen können. Die intensive Vorbereitung bestimmt über zwei Monate den evangelischen Religionsunterricht in allen Klassen.
Außerdem findet unser Weihnachtsgottesdienst am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien in der Kirche statt; alle Klassen bereiten dazu einen Beitrag vor. Es wird vorgetragen und gesungen.
Auch zu anderen Zeitpunkten gab es immer wieder Andachten  in den vergangenen Jahren wie am Reformationstag, am Buß- und Bettag , an den Adventsmontagen und in zwei Projekten zum Thema „Schöpfung“ und „Turmbau zu Babel“.
All diese Veranstaltungen stützen sich auf eine enge Zusammenarbeit von Lehrern und Pastorin. Unterstützt werden wir hierbei oft von Eltern, die gerne mitarbeiten.
Nur wenige unserer Schüler sind katholisch; ihre Eltern entscheiden sich zu Beginn in der Regel dafür, dass ihre Kinder am ev. Religionsunterricht teilnehmen und selbstverständlich dann auch an allen kirchlichen Veranstaltungen.
Zu allen Gottesdiensten und Aktionen sind Eltern und Gemeindemitglieder immer herzlich eingeladen und zeigten bislang großes Interesse.   
Jesusgeschichten in Aktion erleben und verinnerlichen/
In Standbildern die Lebens- und Gefühlswelt
der damaligen Menschen nachempfinden
, hier ein Unterrichtsbe










Das hat Spaß gemacht und uns zum Nachdenken gebracht!    

Musik
Der Musikunterricht in der Grundschule leistet einen Beitrag zur grundlegenden Bildung, indem er die gestalterischen Kräfte der Schülerinnen und Schüler, die Wahrnehmungsfähigkeit und die Ausdrucksfähigkeit entwickelt und fördert.
Ferner soll die Erlebnisfähigkeit durch Freude am Singen und Musizieren und am Entdecken neuer Klänge und Musiken geweckt und erweitert werden.

Musikalische Fähigkeiten und Wissen wird entwickelt durch Hören und Singen, Bewegung in Verbindung mit Musik und Spielen auf Instrumenten.
Letztlich müssen die Schülerinnen und Schüler ihr eigenes kulturelles und historisches Erbe, aber auch das von anderen verstehen lernen, um eine offene Haltung zu erlangen.

Die Inhalte der Klassen 1/2:
a) - Lautstärke, Tondauer, Tonhöhe, Klang und Geräusch, Wiederholung
b) - einfache Bewegungsgestaltungen ausführen, Grundschlag, Takt
    - Lieder singen, ausdrucksvoll, zunehmend rhythmisch-melodisch korrekt
      Atemtechnik
    - Orff-Instrumente kennen und spielen können nach einfacher Vorlage
    - Vertonung einfacher Klanggeschichten
    - einfache grafische Notation kennen, lesen, zuordnen, notieren

Die Inhalte der Klassen 3/4:
a) - s.o. in komplexeren Zusammenhängen
     - Tempo, Klangfarbe, Kontrast, Lied (Strophe, Refrain), Rondo, Musik und        

        Programm
b) - Bewegungsgestaltungen ausführen und erfinden
       Metrum, Rhythmus, Form, Dynamik

     - Lieder singen, Sologesang, Sprechstücke, Kanon, Mehrstimmigkeit,
       Tonhöhenvorstellung entwickeln
     - Orchesterinstrumente, Spielweise und Klangerzeugung (Selbstbau),
        Spieltechniken, Ensemblepraxis
     - Komponieren, Wirkung von Musik, experimentelle Klangerzeugung
     - grafische und traditionelle Notation, Notenwerte, Pausenwerte, Takt (gerade,  

       ungerade), Violinschlüssel, Tonraum c´ bis f `

 

Im Rahmen der Instrumentenkunde besuchen die 2./3.und/oder 4.Klassen ein Schulorchester in Northeim, um eine Präsentation der Instrumente zu erleben.

Es gibt immer wieder Möglichkeiten des fächerübergreifenden Unterrichts mit den Fächern Kunst (z.B. nach Musik malen), Werken (Instrumentebau), Deutsch (Geschichten, Gedichte) verklanglichen.

Kunst-, Werken-, Textil

Im Fach Kunst erlernen die Kinder den Umgang mit verschiedenen Materialien und Techniken. Das Spektrum der Möglichkeiten erstreckt sich über thematisch gebundene Gestaltungsaufgaben bis hin zu freieren, experimentellen Aufgaben.

So entwickeln sich vielfältige Spielräume schöpferischer Entfaltung.

Die Kinder lernen darüber hinaus auch das Reflektieren, indem sie auf Ergebnisse anderer eingehen, sie vergleichen, sich voneinander abgrenzen, Besonderheiten hervorheben oder auch ihre Produktionswege bzw. –gedanken schildern sollen. Eigene Kunstwerke und auch die Kunstwerke anderer Schüler/innen wollen und sollen gewürdigt und anerkannt werden.

Über den Fachunterricht hinaus wird an der Grundschule Im Kirchtal Wert darauf gelegt, weitere vielfältige Aktionen und Angebote künstlerischen Gestaltens und Erfahrens zu eröffnen:

-          Für künstlerisch interessierte Dritt- und Viertklässler besteht das in Abständen stattfindende Angebot einer Kunst- / Bastel AG.

-          Im Werkunterricht werden fast in jedem Schuljahr auch Musikinstrumente hergestellt. Dies ist ein Beispiel für fächerübergreifende Arbeit in den Bereichen Werken, Musik und Kunst.

-          Die vielen Pinnwände Stell- und Hängemöglichkeiten auf den Fluren und in den Klassen dienen als „Ausstellungsort“ für die mühevoll und fantasievoll gestalteten Kunstwerke. Die Ergebnisse der Kinder sollen unter anderem in diesem Rahmen gewürdigt werden.

-          Die Fachlehrerinnen tauschen Ideen und Informationen aus Kunst-Fortbildungen unter anderem im Rahmen der Fachkonferenz Kunst aus. Hierbei wird Wert darauf gelegt, dass theoretische Einweisungen stattfinden, aber auch praktische Übungen dazu anregen, neue Techniken selbst zu erproben (Drucktechniken, Einführung in die Technik des Filzens, Herstellen von Kleisterpapier, etc.)

-          Teilnahme an Malwettbewerben bietet sich gelegentlich an und wird gern von den Kolleginnen aufgenommen.

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